Erstnachweis einer Schwarzflügel-Brachschwalbe
Am 08. Mai 2026 entdeckte Jürgen Ulmer in der inneren Fussacherbucht eine adulte Schwarzflügel-Brachschwalbe Glareola nordmanni und sorgte damit für den ersten Nachweis dieser Art im Bodenseegebiet und in Vorarlberg. Für Österreich bedeutet dies den 15. Nachweis, seit dem ersten von 1967 in der Hagenauer Bucht/Innstau Frauenstein OÖ (Albegger 2023).
Die Schwarzflügel-Brachschwalbe ist ein extrem seltener Gast in Mitteleuropa. Ihr Verbreitungsgebiet liegt in den Steppen Zentralasiens, in der Westpaläarktis in Südrussland und im Westen Kasachstans. Als Langstreckenzieher überwintert sie im südlichen Afrika. Seit ihrer Entdeckung wurde die Schwarzflügel-Brachschwalbe von zahlreichen Ornis aus Österreich, der Schweiz und Deutschland in der Fussacherbucht gesehen, vorläufig letztmals am 10. Mai 2026.
Der nächste Verwandte der Schwarzflügel-Brachschwalbe (SF-B) ist die Rotflügel-Brachschwalbe (RF-B) Glareola pratincola, die in den Küstenländern rings um das Mittelmeer vorkommt. Auf Distanz sind die beiden Arten nicht leicht voneinander zu unterscheiden. Wie die Namen vermuten lassen, weisen die Flügel Unterschiede auf: Die Flügelunterseite deer SF-B ist gänzlich schwarz, während die RF-B rostbraune (rote) Unterflügeldecken aufweist. Ferner fehlt der SF-B der weisse Armflügel-Hinterrand (oberseits) der RF-B.
Literatur: Albegger, E. (2023): Die seltenen Vogelarten Österreichs. Avifaunistische Kommission von BirdLife Österreich & Club 300 Österreich. Elanus-Sonderband. Graz.






